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167-5208
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Nachverkauf bis 27.05.2019
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Ort:
Süderstrasse 282
20537 Hamburg

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167-5208  Nadel/Namenschiffre: historisch bedeutende, vermutlich unikate goldene Geschenknadel, Herzog Heinrich von Anhalt-Köthen (1830-1847), mit Originaletui

Ca. 60 x 25mm, ca.15,4g, Gold. Goldene Geschenknadel, besetzt mit Schmucksteinen, im rotem, mit Krone bedrucktem lederbespannten Originaletui, Namenschiffre "H" unter Krone, hochfeine Goldschmiedearbeit von sehr hoher Qualität, hervorragender Originalzustand! Die Verleihung solcher Geschenknadeln war bis zum Ende des Ersten Weltkrieges (und teilweise darüber hinaus) an den europäischen Höfen üblich, beschenkt wurden damit höher gestellte Persönlichkeiten aus dem Umfeld des Herrschers für geleistete Dienste. Empfänger (oftmals Damen) waren meist Personen, für die die Verleihung eines Ordens nicht in Frage kam, die Übergabe erfolgte stets persönlich vom Herrscher. Bekannt sind solche Nadeln u.a. von Kaiser Wilhelm II, Kaiser Franz Josef von Österreich, Zar Ferdinand von Bulgarien, die gelegentlich im Handel auftauchen. Nadeln von kleineren Staaten, wie die vorliegende, sind ungleich seltener als die auch schon raren Nadeln der preussischen oder österreichischen Häuser. Dieses Stück konnte trotz intensiver Recherche sonst nirgendwo nachgewiesen werden und ist damit, wenn nicht ein Unikum, so aussergewöhnlich rar. In den 80er Jahren wurde das Stück privat für 20.000DM verkauft, ein öffentlicher Ankauf durch ein Museum in Köthen scheiterte offenbar an der Finanzierung (Schriftverkehr/Provenienz liegt vor und wird dem Käufer mitgeliefert!). Die besondere Gelegenheit zum Erwerb einer aussergewöhnlichen und historisch bedeutsamen Antiquität. Heinrich wurde als vierter Sohn des Fürsten Friedrich Erdmann von Anhalt-Köthen-Pleß und der Gräfin Luise Ferdinande zu Stolberg-Wernigerode geboren. Er heiratete 1819 Auguste (*3. August 1794; †13. Juli 1855), Tochter des Fürsten Heinrich XLIV. Reuß zu Köstritz (jüngere Linie) und der Auguste Riedesel Freiin zu Eisenbach. 1818 trat Heinrich die Regierung in der oberschlesischen Standesherrschaft Pleß als Fürst von Anhalt-Köthen-Pleß an. Zur Thronbesteigung des Bruders Ferdinand im Herzogtum Anhalt-Köthen überließ dieser ihm die preußische Standesherrschaft. Nach dem Tod des kinderlosen Ferdinand 1830 bestieg Heinrich den Köthener Thron. Pleß überließ er seinem jüngeren Bruder Ludwig, der bereits 1841 starb. Dank Heinrichs Bemühungen erreichte die erste Eisenbahn schon im Jahre 1840 die Stadt Köthen, da der Bernburger Herzog Alexander Carl die Verlegung der Strecke Magdeburg-Leipzig über Bernburg (Saale) verweigert hatte. Der „Heinrichsplatz“ neben Köthens frühestem Bahnhof erinnert daran. Historie: In den Jahren 1841 bis 1847 war Herzog Heinrich zugleich Fürst von Pleß, und hier in Oberschlesien lernte er auch den verdienstvollen Historiker Gottlieb Krause kennen, den er 1842 als Schlossbibliothekar und Kurator der herzoglichen Sammlungen nach Köthen brachte. Mit der wohlwollenden Aufnahme des ähnlich wie Samuel Hahnemann, Leibarzt seines Bruders und Vorgängers Herzog Ferdinand, heimatlosen homöopathischen „Wunderheilers“ Arthur Lutze zog Heinrich 1846 erneut die Aufmerksamkeit der Welt auf sein kleines Land – sogar noch nach seinem Tod, als Lutze 1855 eine imposante homöopathische Klinik eröffnete, die alljährlich Zehntausende von Patienten aus allen fünf Erdteilen nach Köthen lockte. Herzog Heinrich diente schon seit 1796 in der preußischen Armee, im Feldzug von 1806 noch als Major, bei seinem Abschied im Rang eines Generalmajors. 1830 wurde er mit dem Schwarzen Adler-Orden ausgezeichnet. Seit 1841 erneut im preußischen Dienst, wurde er noch in seinem Todesjahr 1847 zum General der Infanterie befördert. Herzog Heinrich verstarb im Jahre 1847 und wurde in der Fürstengruft der Köthener St. Jakobskirche beigesetzt. Mit dem Tod des kinderlosen Herzogs fiel Anhalt-Köthen 1847 zunächst an Anhalt-Bernburg und 1853 an Anhalt-Dessau. Auf eine Teilung wurde in Hinblick auf das absehbare Erlöschen der Anhalt-Bernburger Linie und den dann eintretenden Erbfall an Anhalt-Dessau verzichtet. (Quelle: Wikipedia).

Nachverkaufspreis: 5.000
plus Aufgeld

Schätzpreis: 10.000 €

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