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128-4227 Verkauft
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Nachverkauf bis 24.04.2017
Noch 26 Tage

Ort:
Süderstrasse 282
20537 Hamburg

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128-4227  Taschenuhr: bedeutende, museale, außergewöhnlich große oktagonale Formuhr Gold/Emaille/Moosachat & Perlen, William Ilbery No.5983, Chia Ch'ing (Emperor of China 1796-1820)

Ca.115 x 65mm, ca. 166g, 18K Gold, aufwändig emailliert, beidseitig originaler Besatz mit sehr seltenem und mehrfarbigem Moosachat mit natürlichen pflanzlichen Einschlüssen im Achat, rückseitig Sprungdeckel, darunter das feinst gravierte, feuervergoldete Duplexwerk, signiert Ilbery London 5983, Stahlunruh, Diamantdeckstein, Emaillezifferblatt, Goldzeiger, teilweise Abrieb an der Emaille, insgesamt sehr schöner Erhaltungszustand, gangbar. Bei dieser Uhr handelt es sich um eine absolute Rarität. Nach heutigem Kenntnisstand wurden diese Uhren wahrscheinlich ausschließlich als Paare an den chinesischen Kaiser , Chia Ch'ing (Emperor of China 1796-1820) geliefert. Uns sind heute insgesamt nur etwa 10 verschiedene Ilbery Uhren mit Moosachatgehäusen bekannt, davon lediglich 2 Paare. Das einzig bekannte Paar gleicher Ausführung und Größe befindet sich im Patek Philippe Museum in der Ausstellung: "The Mirror of Seduction - Prestigious pairs of "Chinese" (Quelle: https://www.cortrie.de/go/nG2) . Die hier vorliegende Uhr befand sich bis 2013 in Privatbesitz und war das Prunkstück der Taschenuhrensammlung, die 2013 bei Sothebys in Genf versteigert wurde (Schätzpreis 2013 120.000CHF-180.000CHF). Das Gegenstück mit der Nummer 5982 wurde bereits 1980 bei Antiquorum versteigert. Das Ergebnis ist leider nicht mehr recherchierbar. Jedoch tauchte 1990 eine weitere Achatuhr mit der Nummer 6117 auf und erzielte über 180.000 Schweizer Franken(Quelle:https://www.cortrie.de/go/L9d). William Ilbery war ab etwa 1780 bis 1839 in London tätig. Er war ein sehr renommierter Uhrmacher und Händler, der spezialisiert war auf feine, komplizierte, überwiegend sehr kostbare, in Gold und Edelstein ausgeführte Taschenuhren mit dekorativer Emaillemalerei. Seine Spezialität war die Herstellung von Luxusuhren für den chinesischen Markt. Anregung dafür fand er bei James Cox in London und Pierre Jaquet-Droz in der Schweiz. Er orientierte sich anfangs stark am traditionellen englischen Stil mit Vollplatinenwerk und Duplexhemmung. Spätere Werke haben wie das Lépine-Kaliber ein freistehendes Federhaus, ein Design, das in London auch Jaquet-Droz und William Anthony verwendeten. Ilbery ließ die Gehäuse seiner Uhren von besten Genfer Emaillierern wie Jean-Francois-Victor Dupont und Jean-Louis Richter auf das Aufwändigste verzieren. Ilbery veranlasste die Produktion reich gravierter Werke für den asiatischen Markt in Fleurier in der Schweiz; andere Uhrmacher in Fleurier, wie z.B. Edouard Bovet und Eduard Juvet, folgten seinem Beispiel. Daher kann man Ilbery zweifellos als einen der renommiertesten Hersteller der sog. "chinesischen Uhren" bezeichnen.

Zuschlag: 70.000 €
plus Aufgeld

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