Vorheriges Los Nächstes Los

162-4106 Verkauft
- - - - - - - -

Nachverkauf bis 08.04.2019
Noch 14 Tage

Ort:
Süderstrasse 282
20537 Hamburg

PDF Download Auktionsauftrag »
(PDF 178 KB)

162-4106  Taschenuhr: beeindruckende, extrem schwere Glashütter Rotgold-Prunksavonette mit einzigartiger originaler Gehäusedekoration, Ankerchronometer A. Lange & Söhne Glashütte No.60762 von 1908, mit Stammbuchauszug

Ca. Ø58mm, ca. 164g, 18K Gold, Savonnette à goutte, beidseitig originale Ziergravur mit Blattmotiven, diese widerum sehr fein ziseliert, aufwändige Gravurarbeit, Sprungdeckel mit Monogramm CM, Staubdeckel mit Jubiläumsinschrift: "1885-1910 Steinkohlenbauverein Gottes Segen zu Lugau", Gehäuse und Werk nummerngleich 60762, Werksverglasung, Ankerchronometerwerk der Spitzenklasse, Qualität 1A, Goldanker, goldenes Ankerrad, Feinregulierung, verschraubte Goldchatons, Diamantdeckstein, große Glashütter Chronometerunruh, originales, makelloses Emaillezifferblatt, rotgoldene Louis XV Goldzeiger, funktionstüchtig und in hervorragendem, komplett originalen, wenig benutzten Originalzustand. Die Uhr wird mit Stammbuchauszug geliefert und ist ein Meisterstück Glashütter Uhrmacherkunst, erfreulicherweise in diesem musealen Erhaltungszustand. Dieses Glashütter Chronometer wurde am 27.11.1908 an Robert Pleissner Dresden verkauft. Es gehörte mit dieser Sondergravur und in dieser besonders schweren Ausführung zu einer Serie hochwertigster Lange-Ankerchronometer mit den Nummern 60761-60780, die alle ausnahmslos Rotgoldsavonnette-Gehäuse der super schweren Klasse hatten, also 160-170g. Robert Pleissner war einer der bekanntesten Uhrmacher im Dresdener/Glashütter Raum. Er war ausserdem ein sehr bekannter Uhren-Sammler. 1909 erwarb der Mathematisch-Physikalische Salon in Dresden die Sammlung Robert Pleissners wodurch erstmals Taschenuhren in nennenswerter Stückzahl in die Museums-Sammlung gelangte. Der Steinkohlenbergbau zu Lugau gelangte 1867 durch ein furchtbares Unglück weltweit in die Schlagzeilen. Am 1. Juli 1867 ereignete sich ein Schachtbruch, bei dem alle 101 Bergleute der Frühschicht ihr Leben verloren. Das Unglück führte zu einer weltweiten Solidaraktion für die Witwen und Waisen. 1869 wurde der Lugauer Steinkohlenbauverein gegründet, der am 6. Oktober 1869 begann, den eingestürzten Schacht unter dem Namen Vertrauenschacht wieder aufzubauen. Im Juli 1872 fand man die sterblichen Überreste der verunglückten Bergleute und bestattete sie in einem Gemeinschaftsgrab.

Zuschlag: 10.000 €
plus Aufgeld

Vorheriges Los Nächstes Los

Informationen