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292-4295
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292. Auktion: Uhren
am 24. Oktober 2026

In 18 Tagen, 16:30 Uhr
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Ort:
Süderstrasse 282
20537 Hamburg

Besichtigungszeiten:
Montag, den 12.10. bis Freitag, den 23.10. jeweils von 11-17 Uhr

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292-4295  Museale goldene Achat-Schnupftabakdose sogenanntes Steinkabinett, zugeschr. Johann Christian Neuber à Dresden um 1780

Ca. 8,5 x 6,2 x 3cm, ca. 172g, oktagonales Gehäuse, später mit zwei französischen Importmarken für Gold versehen 1864-1893. Die oktagonale Dose ist mit 60 nummerierten Exemplaren(ganz typisch und von anderen Dosen von Neuber ebenso bekannt) von semi-transluziden und opaken Hartsteinen versehen, darunter eine Vielzahl von dendritischen und gebänderten Achaten, Jaspis, Chalcedon u.a., unterteilt durch schmale Goldstege. Der scharnierte Deckel ist belegt mit 16 Steinen, einzeln nummeriert auf den Goldstegen im Innendeckel. Im Zentrum befindet sich eine ovale Portraitkartusche unter gewölbtem Rosenquarz mit schmaler blauer Emailbordüre, eingefasst von einem breiten, ziselierten und gravierten Rahmen. Der Boden ist ähnlich gestaltet, die Nummern 45 bis 60 sind auf den Goldstegen am Rand eingraviert und verteilen sich strahlenfömig von einer zentralen ovalen Achatplatte nach außen. Die Seiten sind mit 28 rechteckigen Achat-Reserven inmitten schmaler Goldrähmchen belegt und ebenfalls nummeriert (17 bis 44). Die Goldbordüren am Deckel sind geometrisch und mit Ovalen und Blüten graviert, die vertikalen Stege mit Wellendekor und die umlaufende Bodenleiste mit Flechtbanddekor. Die Dose ist von herausragender Qualität und sehr gut erhalten. ohann Christian Neubers kostbare Dosen befinden sich heute in wichtigen Sammlungen und Museen auf der ganzen Welt. Von ihnen geht eine besondere Anziehungskraft aus. Sowohl die minutiöse Technik der Steinfassungen wie der Steinschnitt selbst und vor allem die sehr geschmackvole Auswahl und Anordnung der Steine machten die Dosen Neubers seit je her zu begehrten Sammelobjekten. Der Dresdner Hofjuwelier und Steinschneider Johann Christian Neuber (1736-1808) lernte in Dresden bei seinem späteren Schwiegervater Heinrich Taddel das Goldschmied- und Steinschneider-Handwerk. 1762 wurde er in Dresden in die Goldarbeiterinnung aufgenommen. Ab 1767 arbeitete er für den Hof, war ab 1769 für das Grüne Gewölbe verantwortlich und wurde 1775 zum Hofjuwelier ernannt. Neubers Werke sind geprägt vom frühen Klassizismus. Seine Spezialität war die Anfertigung von mit Gold und Schmucksteinen versehenen Schnupftabakdosen, die häufig als königliche Geschenke vergeben wurden. Als Ehrengabe des sächsischen Königs Friedrich August für den französischen Diplomaten Baron de Breteuil, der maßgeblich am Zustandekommen des Friedens von Teschen beteiligt war, fertigte Neuber 1781 einen Prunktisch an, der als sein Meisterwerk gilt. Weitere Steinkabinett Schnupftabakdosen von Johann Christian Neuber in achteckiger Form sind abgebildet und beschrieben in "Gold, Jasper and Carnelian, Johann Christian Neuber at the Saxon Court", edited by Alexis Kugel, London 2012. Eine runde Steinkabinettdose befindet sich in der Sammlung der Eremitage. Wenn überhaupt eines seiner Werke auf den Markt erzielt es auf Auktionen Liebhaberpreise. Beispiele: 1. https://www.cortrie.de/go/AZO 2.https://www.cortrie.de/go/Wo8 3. https://www.cortrie.de/go/24R 4. https://www.cortrie.de/go/xjD

Ausruf: 40.000 €

Schätzpreis: 200.000 €

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