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184-4234 Verkauft
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Nachverkauf bis 11.04.2020
Noch 8 Tage

Ort:
Süderstrasse 282
20537 Hamburg

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184-4234  Taschenuhr: bedeutende hochkomplizierte astronomische Savonnette, Chronometer mit Minutenrepetition, ewigem Kalender und retrograder Datumsanzeige, Laurent Gostkowski à Genève, ehemals beschäftigt bei Patek Philippe, Nr. 2450, circa 1877

Ca. Ø58mm, ca. 175g, 18K Gold, à-goutte, guillochiert, Sprungdeckel mit emailliertem Monogramm EG, Staubdeckel sehr aufwändig graviert, komplett signiert und nummeriert mit der Jahreszahl 1877, bez. "CHRONOMETRE", Auflistung der Komplikationen mit ewigem Kalender, Minutenrepetition und Mondphase, hochfeines Ankerchronometerwerk mit Wolfsverzahnung und goldenen Laufrädern, Gehäuse und Werk nummerngleich 2450, unter dem Zifferblatt zusätzlich gepunzt 1/44, prächtiges Champlevé-Zifferblatt mit floralen Verzierungen, ewiger Kalender, Mondphase und äußerst seltenes retrogrades Datum, rotgoldene Zeiger, optisch in sehr sehr schönem Erhaltungszustand mit vermutlich originaler Box, technischer Zustand überholungsbedürftig/reparaturbedürftig, Werk gangbar, Repetition funktionstüchtig, Justierung empfohlen, Kalenderwerk restaurierungsbedürftig und nicht vollständig, Wochentag schaltet, Mondphase ebenso, retrogrades Datum und Monat funktionieren nicht mehr. Dies ist nach unserem Kenntnisstand erst die 2. dieser hochkomplizierten Uhren von Laurent Gostkowski, die auf einer Auktion angeboten wird. Laurent Gostkowski wurde um 1850 in Nice, Frankreich, geboren. Er war der Sohn von Patek Philippes Partner Wincenty Gostkowski und Marie-Antoinette de Rabaudy. Vater Wincenty (Vincent) Gostkowski (29. März 1807–29. August 1884) wurde in Grzymki, Polen, geboren und emigrierte in den 1830er-Jahren nach Genf. Er war Jurist und ein früher Geldgeber und Mitinhaber der Firma Patek & Cie., vorher bekannt als Patek, Czapek & Cie. Am 15. Mai 1845 wird die Firma nach Eintritt von Jean-Adrien Philippe und Vincent Gostkowski in Patek & Cie. umbenannt. Am 30. Juni 1847, im Alter von 40 Jahren, heiratete er die Französin Marie-Antoinette de Rabaudy von Brest, zwanzig Jahre jünger als er. Für diese Ehe waren Antoine Norbert de Patek und Jean Adrien Philippe zwei der drei Trauzeugen. Am 1. Januar 1851 wird der Name von Patek & Cie. in Patek Philippe & Co. geändert. Am 21. Januar 1876 zog Vincent Gostkowski sich zurück aus der Firma Patek Philippe und gründete mit seinem Sohn Laurent das Familienunternehmen Laurent Gostkowski in Genf und später in Paris. Unter ihren Zulieferanten war auch ein weiterer ehemaliger Mitarbeiter von Patek, Czapek & Cie, Henri Majewski aus Lwów in Polen. Die Firma gewann eine Silbermedaille für Uhrmacherei auf der Pariser Weltausstellung von 1878. Kurz danach eröffnete Gostkowski ein neues 'Atelier' in der Nähe des Quai des Bergues in Genf. Einer der Mitarbeiter von Gostkowski war Emmanuel Cottier (1858-1930) Vater von Louis Cottier (1894-1966), ein Genie, welcher neben anderen technischen Neuerungen auch den Patek Philippe Weltzeit-Mechanismus im Jahre 1931 erfand (Quelle:https://www.cortrie.de/go/OA9). Es sind bisher nur einige wenige Uhren von Gostkowski und Majewski, den ehemaligen Mitarbeitern/Teilhabern von Patek Philippe, bekannt. Alle jedoch stehen für allerhöchste Genfer Qualität und mit unverkennbarer Ähnlichkeit zu den frühen hochkomplizierten Patek Philippe Uhren der 1870er/1880er-Jahre. Interessante Details der Zusammenhänge zwischen Patek Philippe und der Rolle der Gostkowskis bei Patek veröffentlichte der Patek Philippe Experte Philip Poniz in seinem Artikel : "Patek Philippe: The Forgotten Beginnings"(https://www.cortrie.de/go/r5g).

Zuschlag: 15.000 €
plus Aufgeld

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