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292-4337
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292. Auktion: Uhren
am 24. Oktober 2026

In 18 Tagen, 16:30 Uhr
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Ort:
Süderstrasse 282
20537 Hamburg

Besichtigungszeiten:
Montag, den 12.10. bis Freitag, den 23.10. jeweils von 11-17 Uhr

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292-4337  Taschenuhr: historisch bedeutende, frühe Breguet mit Repetition und Rubinzylinder, seltenes Sondergehäuse, mit Extrakt

Ca. Ø49mm, ca. 92,3g, 18K Gold, extrem seltene Sonderform des Gehäuses, beidseitig geriffelter Rand à-goutte, sehr solide Qualität, Tavernier Gehäusemacherpunze No 2487, Breguetpunze 1844, Staubdeckel signiert Breguet 1844, Rubinzylinderwerk mit Viertelrepetition, originales Emaillezifferblatt mit Geheimsignatur Breguet 1844, Breguet Stahlzeiger, winziger Chip an der Zifferblattverschraubung, ansonsten hervorragend erhalten und funktionstüchtig. Lt. Breguet Zertifikat verkauft 1806 für 1800 Francs an Monsieur Stefanaki. Diese Gehäuseausführung ist extrem selten. Die Uhr hat Ähnlichkeit mit der technisch gleichen No. 1736 von Prince Troubetzkoi, die 1991 für 42.000 Schweizer Franken versteigert wurde. Es ist vermutlich so, dass diese Gehäuseform speziell für osteuropäische Kunden gefertigt wurde. Fürst Stefanaki war ein bedeutender Breguet_Kunde und kaufte mehrere wichtige Breguet Uhren. Knjaz Stefan Bogoridi, genannt Stefanaki Bey (Fürst Stefanaki): Stefan Bogoridi wurde 1775 in Kotel geboren und starb am 1. August 1859 in Istanbul. Er war ein Enkel von Sophronius von Wraza, Bruder von Atanas Bogoridi und Vater von Aleksandar und Nikola Bogoridi. Stefan Bogoridi war Phanariot, bulgarischer Herkunft, außenpolitischer Berater von zwei Sultanen und Mitglied des Tanzimat-Rats. Als kleiner Junge wurde er von seiner Familie nach Bukarest in das berühmte Colegiul Sfântul Sava geschickt, wo er seinen Geburtsnamen Stojko durch Stefan ersetzte. Den Namen Bogoridi nahm er zu Ehren des Zaren Boris I. an. Nach der Beendigung der Ausbildung arbeitete Bogoridi einige Jahre als Lehrer in Istanbul. Bogoridi trat 1799 als Dragoman in die osmanische Marine ein. 1812 wurde er von Fürst Scarlat Callimachi an die Moldau geholt. Dort fungierte er bis 1819 als Präfekt von Galați an der unteren Donau, wo eine große bulgarische Exilgemeinschaft lebte. Während der Filiki Eteria und der darauffolgenden Griechischen Revolution leitete Bogoridi vom Herbst 1821 bis zum Juli 1822 als Kaymakam (eine Art Statthalter) die Walachei. Nach dem Gegenschlag der osmanischen Truppen wurde er 1822 zum Kamaikam des Fürstentums Moldau ernannt. Zwischen 1823 und 1828 war er erneut Dragoman in der osmanischen Flotte. Nach dem Russisch-Osmanischen Krieg (1828–1829) nahm er an den Verhandlungen zum Frieden von Adrianopel als Mitglied der osmanischen Delegation teil. Für seine Verdienste dabei wurde er von Sultan Mahmud II. zum außenpolitischen Berater ernannt. In den darauffolgenden 30 Jahren nahm er an allen wichtigen Entscheidungen und Verhandlungen der Hohen Pforte teil. Stefan Bogoridi war einer der Unterzeichner des Londoner Protokolls, das die Souveränität Griechenlands besiegelte. In dieser Zeit erhob Sultan Mahmud II. Bogoridi zum Knjaz (deutsch: Fürst; türkisch: Bey). 1834 wurde er vom Sultan zum Verwalter der Insel Samos ernannt. Bogoridi benannte die Hauptstadt der Insel Vathy in Stefanopolis um. Unter Abdülmecid I. blieb Bogoridi nicht nur Berater des Sultans, er wurde Mitglied des Tanzimat-Rats. Er galt als einer der einflussreichsten Reformer und beeinflusste die Umstellung des Millet-Systems, so dass es der nicht-moslemischen Bevölkerung im Osmanischen Reich mehr Rechte zusicherte.

Ausruf: 27.000 €

Schätzpreis: 50.000 €

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